Wanderung zum Großen Rachel im Nationalpark Bayerischer Wald
Noch bevor der Winter endlich Einzug im Bayerischen Wald hielt und die Landschaft unter einer geschlossenen Schneedecke verschwand, zog es uns ein weiteres Mal hinauf zum Großen Rachel. Anfang Januar präsentierte sich der Nationalpark überraschend schneearm – eine seltene Gelegenheit, diesen ansonsten oft tief winterlichen Berg noch einmal ohne Schneeschuhe zu erleben.
Unsere Tour startete am Parkplatz Gfäll bei Spiegelau. Von hier aus führte der Weg teilweise über den Klingenbrunner Rachelsteig stetig bergauf durch die stille Waldwildnis des Nationalparks Bayerischer Wald. Schon auf den ersten Kilometern taucht man tief in die ursprüngliche Natur ein: knorrige Bäume, ruhige Waldpassagen und eine besondere Atmosphäre, die den Rachel zu einem der eindrucksvollsten Berge der Region macht.
Vorbei am Waldschmidthaus, das während unserer Tour leider geschlossen war, wurde der Weg zunehmend alpiner. Die letzten Höhenmeter hinauf zum Gipfel des Großen Rachel auf 1.453 Metern verlangen zwar Kondition, belohnen aber mit einem intensiven Naturerlebnis und der besonderen Ruhe, die man gerade außerhalb der Hauptsaison spürt.
Dass diese Wanderung Anfang Januar noch komplett ohne winterliche Ausrüstung möglich war, machte die Tour zu etwas Besonderem. Mittlerweile hat sich das Bild jedoch gewandelt: Der Winter ist angekommen, und der Rachel zeigt sich nun wieder in seiner typischen, schneereichen Gestalt – genau so, wie man ihn zu dieser Jahreszeit erwartet.















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